Corona-Virus: Aktuelle Entwicklungen im Bistum Aachen

Verfügung des Generalvikars vom 12. Mai 2020, gültig ab 18. Mai 2020

Virus (c) Bild von mattthewafflecat auf Pixabay
Do 14. Mai 2020
Sabine Krieger

Die in der Corona-Krise getroffenen Verfügungen sind geprägt von der Sorge um die Sicherstellung des Gesundheitsschutzes, von dem Bestreben einer Verlangsamung der Ausbreitung des Virus und von der gesellschaftlichen Solidarität um das Gemeinwohl. Die Entwicklungen zeigen eine Tendenz zur Rückkehr in eine Normalität, gleichzeitig wird zu weiterer Zurückhaltung und Geduld ermahnt. In der öffentlichen Diskussion und in der virologischen Bewertung setzt sich die Auffassung durch, dass die Corona-Krise für Wochen oder Monate fortbesteht. Es muss folglich von einem längerfristigen Krisenmodus ausgegangen werden, möglicherweise bis weit in das Jahr 2021 hinein. Die Regelungen, die im Arbeitsleben zu treffen sind, sollten daher so ausgerichtet sein, dass sie nicht kurzfristig als Überbrückung bis zur Erreichung eines Normalzustandes ausgerichtet sind, sondern auf Monate hinaus eine Aufgabenerfüllung des Bistums Aachen sicherstellen.

Die in der Krise entwickelten Grundsätze und Vorsichtsmaßnahmen gilt es weiterhin zu beachten. Hierzu sind eigene, verbindliche Arbeitsschutzstandards entwickelt worden. Gleichzeitig sind die Arbeits- und Funktionsfähigkeit im täglichen Dienstbetrieb unserer Einrichtungen zu gewährleisten. Innerhalb dieser Prämissen bewegt sich die Gestaltung einer mittel- bis langfristigen Lösung.

In diesem Bestreben treffe ich als Generalvikar in Abstimmung mit dem Krisenstab mit Datum vom 12. Mai 2020 die untenstehende Verfügung, die am 18. Mai 2020 in Kraft tritt und bis auf Widerruf gilt. Sie ersetzt die Verfügungen vom 17.,18., 20. und 23. März 2020 sowie die Verfügungen vom 1., 16., 24. und 30. April 2020.

Bei ihrer Entscheidung, dass Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben, waren sich Bundes- und Landesregierung bewusst, tief in das Recht der Religionsfreiheit einzugreifen. Die Sorge um das Gemeinwohl und die Solidarität im Kampf gegen das Virus führten in unserer Kirche zu einer Akzeptanz der Gegebenheiten. Die veränderte Situation mit Lockerungen in verschiedenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen haben zu einer Überprüfung der Verhältnismäßigkeit des verordneten Unterbleibens von Versammlungen zur Religionsausübung geführt. Auf der Grundlage der von den Kirchen vorgelegten Konzepte und Maßnahmenkataloge zur Einhaltung notwendiger Schutzmaßnahmen sieht die Landesregierung nunmehr die Möglichkeit, dass zeitnah Gottesdienste wieder unter Beteiligung von Gläubigen gefeiert werden können. Die Kirchen haben erklärt, die Vorkehrungen zur Einhaltung des Abstands und zum Schutz bis zum 1. Mai 2020 vornehmen zu können. Dazu wurden im Katholischen Büro für die nordrhein-westfälischen (Erz-) Diözesen Maßgaben erarbeitet.

Im Ergebnis sind damit ab dem 1. Mai 2020 öffentliche Gottesdienste unter der Beachtung der genannten Maßgaben-NW auch in Zeiten der Corona-Krise wieder möglich.

Arbeitsschutzstandards (24.04.2020)